ARnow

Augmented Reality greifbar machen

Wie weckt man auf einer Website Interesse für eine App, deren beste Funktion man erst nach dem Download sieht? Diese Herausforderung stellte sich mir, als ich für das Augmented-Reality-Startup ARnow die strategische Konzeption und Gestaltung ihrer ersten Website übernahm.

Datum

2024/2025

Services

Visual Design
UI / UX Design

Meine Rolle & Verantwortung

Als alleinige Designerin übernahm ich im Projekt alles von der UX-Strategie bis hin zum fertigen Produkt. Meine Hauptverantwortung lag in der Entwicklung einer klaren UX-Strategie und der Erstellung aller visuellen Assets, die für das Gründer-Duo einfach umsetzbar sein mussten.

Eine App ohne Gesicht

ARnow hatte eine vielversprechende AR-App entwickelt, stand aber vor einem klassischen Startup-Dilemma: Um Feedback und frühe Nutzer zu gewinnen, brauchten sie eine überzeugende Präsenz – eine Website. Doch das Budget für Entwicklung war auf die App selbst konzentriert.

Die Aufgabe ging über reines Präsentieren der App hinaus; es war Vermarktung mit Hindernissen. Die Key Features der App mussten so inszeniert werden, dass Websitebesucher ihren Nutzen sofort begreifen. Das war besonders knifflig, da hochwertige Videos der App in Aktion noch nicht existierten. Meine Arbeit wurde auch zur Zukunftsvision: Ich schuf Referenzpunkte und Guidelines, an denen sich das Team bei der späteren Produktion von Marketing-Content orientieren konnte.

ARnow hatte eine vielversprechende AR-App entwickelt, stand aber vor einem klassischen Startup-Dilemma: Um Feedback und frühe Nutzer zu gewinnen, brauchten sie eine überzeugende Präsenz – eine Website. Doch das Budget für Entwicklung war auf die App selbst konzentriert.

Die Aufgabe ging über reines Präsentieren der App hinaus; es war Vermarktung mit Hindernissen. Die Key Features der App mussten so inszeniert werden, dass Websitebesucher ihren Nutzen sofort begreifen. Das war besonders knifflig, da hochwertige Videos der App in Aktion noch nicht existierten. Meine Arbeit wurde auch zur Zukunftsvision: Ich schuf Referenzpunkte und Guidelines, an denen sich das Team bei der späteren Produktion von Marketing-Content orientieren konnte.

ARnow hatte eine vielversprechende AR-App entwickelt, stand aber vor einem klassischen Startup-Dilemma: Um Feedback und frühe Nutzer zu gewinnen, brauchten sie eine überzeugende Präsenz – eine Website. Doch das Budget für Entwicklung war auf die App selbst konzentriert.

Die Aufgabe ging über reines Präsentieren der App hinaus; es war Vermarktung mit Hindernissen. Die Key Features der App mussten so inszeniert werden, dass Websitebesucher ihren Nutzen sofort begreifen. Das war besonders knifflig, da hochwertige Videos der App in Aktion noch nicht existierten. Meine Arbeit wurde auch zur Zukunftsvision: Ich schuf Referenzpunkte und Guidelines, an denen sich das Team bei der späteren Produktion von Marketing-Content orientieren konnte.

“Das Ziel war es aus der Website eine digitale Visitenkarte zu machen, die mit minimalen Mitteln Neugier für die AR-Technologie weckt."

Die Nutzer und ihr Ökosystem

Bevor ich mit der Konzeption beginnen konnte, mussten wir verstehen, wem die Website eigentlich dienen soll. Da ARnow als Startup noch am Anfang stand, verzichteten wir auf hypothetische Personas. Stattdessen definierten wir unsere primäre Zielgruppe über ihr ökosystemisches Umfeld:

Eine Gruppe von E-Commerce-Verkäufern, die durch ihre Motivationen und vor allem durch gemeinsame geschäftliche Schmerzpunkte verbunden sind. Ihr Verhalten wurde zur Richtschnur für unsere Kommunikation und die Nutzerführung.

Es ist normal dass Freunde nicht immer sofort auf Nachrichten reagieren. Aber ähnlich wie bei einem Anruf, täten sie es deutlich schneller, wenn ihnen klar wäre, dass es dringend ist.

Beim Erstellen einer Umfrage kann der Nutzer diese als dringend markieren, indem er den Button „Freunde benachrichtigen“ antippt. Um Missbrauch zu vermeiden, ist diese Funktion standardmäßig deaktiviert.

Bevor ich mit der Konzeption beginnen konnte, mussten wir verstehen, wem die Website eigentlich dienen soll. Da ARnow als Startup noch am Anfang stand, verzichteten wir auf hypothetische Personas. Stattdessen definierten wir unsere primäre Zielgruppe über ihr ökosystemisches Umfeld:

Eine Gruppe von E-Commerce-Verkäufern, die durch ihre Motivationen und vor allem durch gemeinsame geschäftliche Schmerzpunkte verbunden sind. Ihr Verhalten wurde zur Richtschnur für unsere Kommunikation und die Nutzerführung.

Grundsäulen des Aufbaus

Zusammen mit dem Gründerteam, definierte ich das strategische Fundament: Welche essenziellen Aufgaben muss die Website erfüllen? Diese Frage kondensierte sich in drei klaren Aufträgen, die meine Design-Entscheidung leiteten:


  • Die App-Features mussten nicht nur gezeigt, sondern emotional greifbar werden.

  • Die Abo-Modelle sollten auf einer Unterseite platziert sein, damit Nutzer den Service zunächst unverbindlich testen können, ohne frühzeitig mit Kaufanreizen konfrontiert zu werden.

  • Der App-Download, musste jederzeit leicht erreichbar sein und als subtile Aufforderung zum download dienen.

Zusammen mit dem Gründerteam, definierte ich das strategische Fundament: Welche essenziellen Aufgaben muss die Website erfüllen? Diese Frage kondensierte sich in drei klaren Aufträgen, die meine Design-Entscheidung leiteten:


  • Die App-Features mussten nicht nur gezeigt, sondern emotional greifbar werden.

  • Die Abo-Modelle sollten auf einer Unterseite platziert sein, damit Nutzer den Service zunächst unverbindlich testen können, ohne frühzeitig mit Kaufanreizen konfrontiert zu werden.

  • Der App-Download, musste jederzeit leicht erreichbar sein und als subtile Aufforderung zum download dienen.

Zusammen mit dem Gründerteam, definierte ich das strategische Fundament: Welche essenziellen Aufgaben muss die Website erfüllen? Diese Frage kondensierte sich in drei klaren Aufträgen, die meine Design-Entscheidung leiteten:


  • Die App-Features mussten nicht nur gezeigt, sondern emotional greifbar werden.

  • Die Abo-Modelle sollten auf einer Unterseite platziert sein, damit Nutzer den Service zunächst unverbindlich testen können, ohne frühzeitig mit Kaufanreizen konfrontiert zu werden.

  • Der App-Download, musste jederzeit leicht erreichbar sein und als subtile Aufforderung zum download dienen.

Da die Website hauptsächlich zur Seriosität des Start-ups beisteuern und als Werbefläche für den Download der App genutzt werden sollte, war der User Flow recht simpel.

Vom abstrakten Feature zur greifbaren Interaktion

Mit dem strategischen Rahmen und der grundlegenden Architektur nahm die Website langsam Gestalt an. Doch wie vermittelt man eine App, die beliebige Objekte in scanbare AR-Modelle verwandelt, am überzeugendsten?

Ein Erklärvideo war ein guter erster Schritt, um die Funktionen zu zeigen. Doch es fühlte sich wie eine Einbahnstraße an – die Nutzer blieben passive Zuschauer. Das eigentliche Kernversprechen war aber die Interaktion: Jeder konnte einen erstellten QR-Code scannen und das Modell sofort in seiner eigenen Umgebung erleben, selbst ohne die App installiert zu haben – das war der eigentliche Selling Point der App.

Mit dem strategischen Rahmen und der grundlegenden Architektur nahm die Website langsam Gestalt an. Doch wie vermittelt man eine App, die beliebige Objekte in scanbare AR-Modelle verwandelt, am überzeugendsten?

Ein Erklärvideo war ein guter erster Schritt, um die Funktionen zu zeigen. Doch es fühlte sich wie eine Einbahnstraße an – die Nutzer blieben passive Zuschauer. Das eigentliche Kernversprechen war aber die Interaktion: Jeder konnte einen erstellten QR-Code scannen und das Modell sofort in seiner eigenen Umgebung erleben, selbst ohne die App installiert zu haben – das war der eigentliche Selling Point der App.

Mit dem strategischen Rahmen und der grundlegenden Architektur nahm die Website langsam Gestalt an. Doch wie vermittelt man eine App, die beliebige Objekte in scanbare AR-Modelle verwandelt, am überzeugendsten?

Ein Erklärvideo war ein guter erster Schritt, um die Funktionen zu zeigen. Doch es fühlte sich wie eine Einbahnstraße an – die Nutzer blieben passive Zuschauer. Das eigentliche Kernversprechen war aber die Interaktion: Jeder konnte einen erstellten QR-Code scannen und das Modell sofort in seiner eigenen Umgebung erleben, selbst ohne die App installiert zu haben – das war der eigentliche Selling Point der App.

“Statt nur über das Feature zu sprechen, gaben wir es den Nutzern einfach selbst an die Hand.”

Diese Überlegung führte zur zentralen Idee: Statt die gescannten Beispielobjekte nur in einem Video zu zeigen, platzierte ich die generierten QR-Codes direkt auf der Website. Mit einer klaren Aufforderung konnten Besucher sie sofort mit ihrem eigenen Smartphone scannen und das Modell in ihrem Raum erleben. Der Weg vom passiven Betrachten zum aktiven Erlebnis war damit nur einen Scan entfernt.

Viel Erleichterung & eine Erkenntnis

Wir testeten den Prototypen mit 6 Personen in kurzen, qualitativen Sessions. Das Ergebnis war eine Bestätigung unserer bisherigen Strategie – mit einer interessanten Erkenntnis.
Die große Erleichterung: Die Nutzung der beispielhaften QR-Code Modelle wurde verstanden.

Kombiniert mit der textuellen Aufforderung in der Headline des Moduls, führte dies zu einem problemlosen Verständnis dieses Kernfeatures.

Die überraschende Erkenntnis: Das stumme Video sprach am lautesten.

Interessant war, dass mehr als 50 % der Testpersonen die Loop-Videosequenz der App in Aktion, als am informativsten bewerteten. Sie gab ihnen das Gefühl, den besten und schnellsten Gesamteindruck der App zu erhalten. Basierend auf diesem Finding priorisierten wir das Video neu und platzierten es deutlich früher, direkt unter der Hero-Section.

Wir testeten den Prototypen mit 6 Personen in kurzen, qualitativen Sessions. Das Ergebnis war eine Bestätigung unserer bisherigen Strategie – mit einer interessanten Erkenntnis.
Die große Erleichterung: Die Nutzung der beispielhaften QR-Code Modelle wurde verstanden.

Kombiniert mit der textuellen Aufforderung in der Headline des Moduls, führte dies zu einem problemlosen Verständnis dieses Kernfeatures.

Die überraschende Erkenntnis: Das stumme Video sprach am lautesten.

Interessant war, dass mehr als 50 % der Testpersonen die Loop-Videosequenz der App in Aktion, als am informativsten bewerteten. Sie gab ihnen das Gefühl, den besten und schnellsten Gesamteindruck der App zu erhalten. Basierend auf diesem Finding priorisierten wir das Video neu und platzierten es deutlich früher, direkt unter der Hero-Section.

Wir testeten den Prototypen mit 6 Personen in kurzen, qualitativen Sessions. Das Ergebnis war eine Bestätigung unserer bisherigen Strategie – mit einer interessanten Erkenntnis.
Die große Erleichterung: Die Nutzung der beispielhaften QR-Code Modelle wurde verstanden.

Kombiniert mit der textuellen Aufforderung in der Headline des Moduls, führte dies zu einem problemlosen Verständnis dieses Kernfeatures.

Die überraschende Erkenntnis: Das stumme Video sprach am lautesten.

Interessant war, dass mehr als 50 % der Testpersonen die Loop-Videosequenz der App in Aktion, als am informativsten bewerteten. Sie gab ihnen das Gefühl, den besten und schnellsten Gesamteindruck der App zu erhalten. Basierend auf diesem Finding priorisierten wir das Video neu und platzierten es deutlich früher, direkt unter der Hero-Section.

"Das Feedback war eindeutig: Das Video das die App in Aktion zeigte war wertvoller als jede textliche Erklärung. Es musste früher auftauchen."

Impact

Die Website etablierte die erste professionelle digitale Präsenz von ARnow und wurde zum zentralen Hub, der organische Downloads aus dem App Store signifikant unterstützte.

63 % aller Besucher interagierten mit dem QR-Code-Modul, um die AR Modelle live zu testen.
Das Modul sorgte für eine durchschnittliche Verweildauer von über 2 Minuten und etablierte sich als der wesentliche Engagement-Treiber der Seite.



Copyright © 2026 Antonia Gilka